Ausstellung vom
31.3. bis 25.6.2023


Vernissage:
Freitag, 31. März um 18 Uhr
ANGST – Krisenindikator oder Überlebenstrieb?

Thematische Gruppenausstellung
Öffnungszeiten:
Di+Do 10-15 Uhr, Mi+ Fr 17-20 Uhr,
Sa 14-19 Uhr, So + feiertags 11-19 Uhr.

Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox an der Bar im Gebäude.

Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen nach Möglichkeit Ihre Füße,das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Bornhofenweg) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).Bitte nutzen Sie den oberen Zugang zur Walkmühle.



Unser aktuelles Veranstaltungsprogramm finden Sie hier als PDF zum Download:







Klima, Seuchen, Krieg und Katastrophen: Endzeitstimmung grassiert. Angst ist das mal unterschwellige, mal dominierende Gefühl der Gegenwart. Angst vor der Zukunft, Angst vor Kontrollverlust, Angst vor dem Zerfall unserer Gesellschaft. Angst vor Diktatoren und der Diktatur. Angst vor Populisten und Hass. Angst vor Krieg und Gewalt, Angst vor dem Klimawandel und dem Verlust unserer Lebensräume. Angst ist Gegenstand psychologischer Forschung und Teil aller religiösen Offenbarungen.
Angst ist ein vielschichtiges Phänomen. Sie ist Emotion und Urtrieb des Menschen. Wie aber gehen wir selbst und unsere Gesellschaft mit dem Phänomen Angst um? Nehmen die Ängste aktuell zu? Treiben Sie uns an zu handeln, oder lähmen sie?


In seiner neuen Gruppenausstellung geht der Künstlerverein Walkmühle mit seinem Kuratorinnen-Duo Christiane Erdmann und Stefanie Blumenbecker diesem gesellschaftlich höchst aktuellen und brisanten Thema aus dem erweiterten Blickwinkel der Kunst auf den Grund.
Am Ausstellungsprojektnehmen (nach heutigem Stand) sechsundzwanzig Künstlerinnen und Künstler aus zahlreichen Ländern teil:


SEB AGNEW, JULIA AUTZ, FLORIAN BACHMEIER, DANIEL BEERSTECHER, JULIUS VON BISMARCK, GÜNTHER BLAU, BÖHLER & ORENDT, RÜDIGER BREITBART, ZEHRA DO?AN, KOTA EZAWA, PARASTOU FOROUHAR, PABLO GENOVESE, LUNGISWA GQUNTA, SWAANTJE GÜNTZEL, INK, MARKUS MATTHIAS KRÜGER, WILLIAM LAMSON, ALMUT LINDE, NINA POHL, ULRIKE VON QUAST, KHALIL RABAH, RENATE SAUTERMEISTER, BURKHARD SCHITTNY, ANNEGRET SOLTAU, ANNE SOMMER-MEYER, BILL VIOLA, HANNELORE WEITBRECHT




Angst als spannendes Ausstellungsthema

Wenn sie zur Ohnmacht wird, bedroht Angst nicht nur unseren gesellschaftlichen, sondern auch unseren individuellen, inneren und seelischen Zusammenhalt. Angst kann aber auch dazu führen, dass wir wachsamer werden, Gefahren rechtzeitig erkennen und sie abwenden, indem wir nach neuen Lösungen suchen und notwendige Veränderungen herbeiführen. Zu Beginn dieses positiven Prozesses muss jedoch eine Bewusstwerdung über die Art – und die Erkenntnis über die Ursachen unserer Ängste stehen.
Welche Aufgabe kann die Bildende Kunst hierbei übernehmen? Wie spiegelt sich das Phänomen Angst in den Werken zeitgenössischer internationaler Künstlerinnen und Künstler? Dies zu untersuchen, eine möglichst umfassende Bestandsaufnahme von Aspekten der Angst in der bildenden Kunst zu zeigen und einen Bewusstwerdungsprozess über die Ursachen und Beschaffenheit unserer Ängste anzuregen, ist Kernanliegen des Ausstellungsprojektes.
Das Thema der Ausstellung betrifft alle Teile der Gesellschaft und ist durchaus geeignet, einen gesellschaftlichen Diskurs in Gang zu setzen.

Das Phänomen der Angst ist in uns selbst und in der Gesellschaft wieder zunehmend präsent. Es führt oft zu Ohnmacht und Verdrossenheit z.B. gegenüber der Politik, zu psychischer Belastung und Krankheit, oder zu Resignation und persönlichem Rückzug. Die Angst und ihre Folgen bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei sind aktives Handeln und gemeinschaftliches Miteinander angesichts der großen aktuellen Herausforderungen und zur Bewältigung der teilweise globalen Krisen derzeit notwendiger denn je. Um der Angst wirkungsvoll zu begegnen, müssen wir sie individuell und gesellschaftlich erkennen und uns ihre Ursachen vergegenwärtigen. Nur dann können wir sie überwinden und ihre Ursachen wirkungsvoll bekämpfen. Für diese Erkenntnis können Kunst und Kultur – und hoffentlich auch diese Ausstellung einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.


Begleitend zur Ausstellung wird ein umfangreiches Programm interdisziplinärer Veranstaltungen zum Thema stattfinden.




Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Nassauischen Sparkasse.
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Titelbild: Parastou Forouhar: »Portrait«, Digitale Zeichnung / Digitaldruck, 2014.