Mi 4. August 2021

Öffnung ab 19.30 Uhr
Beginn Performance: 20.00 Uhr
»Do you want to know the whole story?«

Eine Retrospektive für den Wiesbadener Künstler
Jürgen D. Schirrmacher – von seiner Tochter und Choreografin Marie-Lena Kaiser.
ACHTUNG:
Platzreservierung erforderlich!

Da die Besucher*innenzahl begrenzt ist, müssen Sie sich vorab einen Platz reservieren. Nutzen Sie hierfür unser
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Wenn Sie die Veranstaltung in Begleitung oder als Gruppe besuchen möchten, machen Sie bitte nur eine Reservierungsanmeldung für alle Teilnehmer*innen


Corona-Hinweise:
Die Veranstaltung findet coronakonform unter Einhaltung unseres Hygieniekonzeptes auf der Grundlage der Corona-Kontakt-und Betriebsbeschränkungsverordnung und des Stufen-Öffnungsplans des Landes Hessen statt.

Um die Veranstaltung besuchen zu können, müssen Sie einen
tagesaktuellen Testnachweis (nicht älter als 24 Stunden und bescheinigt durch ein Testzentrum, keine Selbsttests!) oder ihren Impfpass (falls Sie vollständig geimpft sind) oder einen Genesenennachweis vorzeigen können. Dieser wird am Einlass mit ihren Personalien kontrolliert Bringen Sie daher bitte Ihren Personalausweis oder Reisepass mit..

Für die
Kontakdatenerfassung beim Eintritt nutzen wir die LucaApp. Wenn Sie diese aus persönlichen Gründen nicht nutzen möchten, gibt es auch die Möglichkeit hier ein Kontaktdatenformular herunterzuladen, und dieses ausgedruckt und ausgefüllt mitzubrinbgen:
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Bitte beachten Sie auch unsere Allgemeinen Corona-Hinweise



Als Eintritt bitten wir um einen angemessenen Beitrag nach Ihren Möglichkeiten in unsere Spendenbox am Eingang.


Anfahrt: Ein Parken auf dem Gelände der Walkmühle mit dem PKW ist generell nicht möglich. Es gibt keine öffentlichen Parkplätze. Bitte nutzen Sie aus diesem und weiteren guten Gründen das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr: Buslinie 3 (Haltestelle Bornhofenweg) oder Buslinie 6 (Haltestelle Nordfriedhof).







Jürgen D. Schirrmacher hat sich und seiner Tätigkeit viele Namen gegeben. Kunst war ihm dabei jedoch sein unliebster Begriff. Bei der Wohnungsauflösung nach seinem Tod im vergangenen September fand seine Tochter einen Papierschnipsel mit folgender Notiz: »Wer sich für Kunst interessiert, hat vom Leben die Schnauze voll«.

In einer ca. einstündigen Performance für ihren Vater veranstaltet Marie-Lena Kaiser anlässlich des 91. »Salon am ersten Mittwoch« in der Wiesbadener Walkmühle eine Rückschau auf Teile Schirrmachers Werks und Aspekte seiner Arbeitsansätze.

Hier wird der Prozess der Annäherung und der Umgang mit einem künstlerischen Erbe thematisiert und dargestellt. Außerdem werden verschiedenen Werke (Fotos, 'Kästen', 'Environments') unmittelbar nach der Performance ausgestellt und zugänglich gemacht.
Genau so vielfältig wie Schirrmacher sich Themen und Dingen genähert hat, will auch Marie-Lena Kaiser die Performance gestalten: In der Retrospektive nähert sie sich der Arbeit ihres Vaters durch die Interaktion zwischen Objekt und Spieler*in, Sprache und Bewegung, analogem Raum und Projektion, Publikum und Darstellung.




Der am 30. Januar 1940 geborene und am 29. September vergangenen Jahres in Wiesbaden gestorbene Jürgen Schirrmacher war Regisseur, Performancekünstler, Pädagoge, Fotograf und bildender Künstler. Oder seinem selbstverfassten Lebenslauf zufolge: »Der Mann auf dem Müllhaufen, Hundehalter und Papa, tätig in der Stadt Wiesbaden.« Seine Arbeit war eigenwillig in ihrer Gestaltung, interdisziplinär und durch Alltagsbezüge auch zugänglich für ein breites Publikum. Diese Zugänglichkeit zu seiner Arbeit wurde gleichermaßen durch die Orte gekennzeichnet, an denen er mit seinen Werken auftrat: Vom Theater- bis zum Ausstellungsraum, an Schulen und in Altenheimen, auf dem Kranzplatzfest oder gerne auch mal in seiner eigenen Küche.
Schirrmacher nutzte stetig das, was um ihn herum gerade da war. Sein Interesse galt jenen Dingen, die täglich benutzt und weggeschmissen werden, er erkannte Sinn und Ästhetik in einem leeren Joghurtbecher oder einer vertrockneten Mandarinenschale. Gedanken über die Sinnhaftigkeit und das Wiederkehrende des Alltags dominierten ebenso seine Schaffensprozesse wie die Auseinandersetzung mit Dichtungen und Kunstwerken populärer oder ihn persönlich prägender Künstler*innen.

Die in Essen ansässige Marie-Lena Kaiser ist Tänzerin und Choreographin.
2016 graduierte sie an der Folkwang Universität der Künste und war 2018 Stipendiatin des Pina Bausch Fellowships. Seitdem arbeitet sie freischaffend erfolgreich in Nordrhein-Westfalen, Berlin und im Ausland. Ihre erste abendfüllende Produktion Ariodante wurde an mehreren Spielorten gezeigt, unter anderem als Newcomer-Stück auf dem tanz nrw festival. Seit 2017 ist sie Teil des Kollektivs performing:group, mit deren Produktionen sie durch Europa und China tourte. 2019/2020 arbeitete sie als Choreographin mit dem Institut für zeitgenössischen Tanz, dem Folkwang Tanzstudio und dem Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste zusammen.
Mehr informationen zur Choreografin finden Sie auf www.marielenakaiser.com

Performer*innen: Marie-Lena Kaiser, Johann Geidies und Gäste.

Zusammen mit Marie-Lena Kaiser freut sich die Gastgeberin Christiane Erdmann und das Team der Walkmühle auf Deinen/Ihren Besuch.



Eine Veranstaltung mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

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Titelbilder: ©Marie-Lena Kaiser