75. "Salon am ersten Mittwoch"

»Die Stadtoper und ihre Folgen«

Ein Wiesbadener Pionierprojekt der Gruppe 696
zum Thema Kunst im öffentlichen Raum
Mi 04. Juli 2018

Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt frei




Im Juli vor 29 Jahren inszenierte die Gruppe 696 im Rahmen des ersten Wiesbadener Sommer 1989 das Projekt »Stadtoper«.
Sie fand über den gesamten Zeitraum des Wiesbadener Sommer statt, und hatte eine Dauer von 29 Tagen, also genau 696 Stunden. Die Spielfläche der »Stadtoper« war das gesamte Wiesbadener Stadtgebiet.

Die zeitliche Organisation der Inszenierung erfolgte in zwei Zeitebenen:
die Gesamtdauer von 696 Stunden wurde verdichtet zu einer Hauptaufführung in der Mitte der Gesamtzeit und in der Mitte der Stadt vor dem Rathaus. Alle teilnehmenden Akteure entwickelten ihre Aktionen in beiden Maßstäben.


Anlässlich unseres Juli-Salons in der Walkmühle möchten wir die Gelegenheit nutzen, dem Projekt jetzt eine dritte Zeitebene hinzuzufügen:
Der Zeitpunkt im Juli gibt uns den Anlass zur Formung eines »Reflektionsstrahls«, der sich mit einer verlängerten Raum-Zeit-Linie von 29 Jahren auf die Ereignisse richtet.

Insgesamt nahmen an der »Stadtoper« etwa 80 Akteure teil, die unabhängige eigene Beiträge entwickelten, die sich allerdings in die gegebenen gemeinsamen Zeitstrukturen einfügten.

Annette Sauer zeigt eine digitalisierte Version ihrer filmischen Dokumentation.
Werner Kennich hat zahlreiche Fotodokumente zur Verfügung gestellt, die mittlerweile ebenfalls digitalisiert wurden und verfügbar sind.

Neben diesen dokumentarischen Blicken interessieren uns besonders aber auch die Auswirkungen der Stadtoper für die jeweils eigene künstlerische Arbeit und Entwicklung der Beteiligten, einschließlich der damals verantwortlichen Veranstalter.
Die »Stadtoper« erlebte große Resonanz bei Publikum und Medien, mit sehr kontroversen Reaktionen. Welche Auswirklungen hat es, wenn Künstler den Schutz ihrer Ateliers, Probenräume und Studios verlassen, um in der Öffentlichkeit zu arbeiten?

Wir von der Walkmühle freuen uns auf einen spannenden Abend mit Beteiligten von damals und Neugierigen von heute!





Die Mitglieder der Gruppe 696 im Arbeitsgespräch (von links nach rechts: Axel Schweppe, Ulrich Phillipp, Udo W. Gottfried, Detlef Carsten, Bernd Brach). Archiv Axel Schweppe.


Eine Veranstaltung mit Unterstützung und Förderung durch:

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